Rollatoren

Ein Rollator, auch als Gehwagen bezeichnet, ist eine Gehhilfe für Senioren zur Erleichterung der Fortbewegung innerhalb und außerhalb der Wohnung.

Kategorie: Hilfsmittel

Schlagworte: Erhalt der Selbständigkeit, Sicherheit, Mobilität im Alltag, Sturzprophylaxe, Erhalt der Körperkraft, Körperwahrnehmung, Gehhilfen

1. Standardrollator, z.B. u.a. Ideal-Rollator (ca. 10,5 kg):

Ein Rollator, der auch zu Hause, aber überwiegend draußen zu nutzen ist:

  • Ein Stockhalter kann auf Wunsch links oder rechts vorne angebracht werden.
  • Ein Korb ist vorne vorhanden und kann leicht an den angebrachten Haken eingehakt werden.
  • Ein Brett zwischen den Griffen bietet eine Sitzmöglichkeit. Dabei wichtig: Bremsen anzuziehen vor dem Hinsetzen!
  • Die Bremsen sind unter dem Haltegriff: drückt man die untere Haltung nach unten, ist die Bremse fest verankert. Drückt man die Bremsvorrichtung nach oben, bremst sie nur für den Moment, in dem man sie mit den Händen hochzieht.
  • Um einen Bürgersteig leichter bewältigen zu können, gibt es eine sogenannte Ankipphilfe). Dabei sollte man mit dem Rollator bis unmittelbar vor den Bürgersteig fahren, die Bremsen dann nach oben ziehen, einen Fuß auf die Abkipphilfe drücken, so daß die beiden Vorderräder sich anheben. Dann die Bremsgriffe wieder loslassen, so daß der Rollator mit angehobenen Vorderrädern automatisch nach vorne fährt und damit den Bürgersteig erreicht.
  • Bei manchen Rollatoren ist die Ankipphilfe serienmäßig vormontiert, wie z.B. beim Leichtgewichtrollator und manchen Standardrollatoren. Nähere Informationen im Sanitätshaus oder im Internet. Siehe auch: videoclip Rollatortraining und Straßenbahnfahrt.

Wichtig:

  • Die Höhe des Handgriffs wird so eingestellt, dass die Ellenbogen leicht angewinkelt sind und man nicht das Gefühl hat, daß man die Schultern hochzieht oder sich nach vorne beugt.
  • Beim Gehen sollten die Füße zwischen den Reifen sein, damit man sich nicht nach vorne neigt und den Rollator nach vorne schiebt.
  • In dem Moment, wo man einen Schritt nach vorne geht, bewegt sich der Rollator automatisch nach vorne. Man braucht den Rollator also nicht zu schieben.
  • Das Eigengewicht und die Aufmerksamkeit sollte bei den Beinen bleiben und nicht bei den Armen und dem Oberkörper, da man sonst den Rollator nach vorne schiebt.
  • Sicheres Wohlbefinden ist gewährleistet, wenn der Rollator als Begleiter gesehen wird.
  • Falls Sie z.B. beim Einkaufen in einem Geschäft den Rollator draußen stehen lassen wollen, ist es ratsam, ihn wie bei einem Fahrrad z.B. mit einem langen Kettenschloss an einem Gegenstand wie Fahrradständer, Laterne, Zaun o.ä. anzuschließen.

2. Leichtgewichtrollator, z.B. Topro Troja (ca. 7,4 kg):

  • ist leichter zu handhaben, gerade für Menschen mit eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit.
  • Ankipphilfe ist inbegriffen auf beiden Seiten.
  • Zusammenklappbar durch Hochziehen der Schlaufe auf der Sitzfläche

3. Indoor Rollator Let´s go:

Ein Rollator, der ausschliesslich in Räumen benutzt wird: er gibt zu Hause Sicherheit, man kann etwas in der abnehmbaren Tragetasche transportieren und hat auch die Möglichkeit, ihn als Tisch zu nutzen: das Tablett dient dabei als Unterlage, z.B. für ein Getränk.


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